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Integrationsrat finanziert Israel-Hasser

Am 3. März soll in den Räumen der Georg-August-Universität ein Film über die sogenannte „Nakba“ präsentiert werden. Organisator der Veranstaltung ist jene „Aktion gerechter Frieden Nahost“ (AgFN), die in Göttingen schon länger mit israelfeindlichen Positionen bis hin zum Antisemitismus in Erscheinung tritt. So war die AgFN an den israelfeindlichen Demonstrationen des vergangenen Sommers beteiligt, bei denen es zu Übergriffen auf friedliche Gegendemonstranten kam. Regelmäßig veranstaltet die Gruppe Vorträge, in denen Israel angegriffen wird, während etwa gleichzeitig antisemitische Terrororganisationen wie die Hamas verharmlost werden.
Den Charakter dieser Gruppe kann jeder kennen, der ihn kennen möchte – und dennoch wird die Hasspropaganda gegen den Staat der Juden diesmal von der Stadt Göttingen offiziell gefördert; genauer gesagt von ihrem Integrationsrat und ihrem Kulturausschuss.
Es geht, wie gesagt, um einen Film über den Mythos „Nakba“. Der Begriff bezieht sich auf die geschichtsrevisionistische These, wonach die Gründung des Staates Israel mit einer planmäßigen Vertreibung der dort ansässigen Araber einhergegangen sei. Diese These entbehrt jedoch nicht nur jeder Belege, sondern sie ist Teil einer Strategie, den jüdischen Staat als „kolonialistisches“ und „rassistisches“ Projekt zu dämonisieren. 1948 hatte die arabische Welt das frisch gegründete Israel überfallen und den daraus resultierenden Krieg überraschend verloren. Statt nun die in Folge des Krieges geflohenen Menschen in ihre Gesellschaften zu integrieren, pferchten die arabischen Herrscher sie in Flüchtlingslagern an der Grenze zusammen und machten sie so zur moralischen und demographischen Waffe gegen Israel – der Ursprung jenes elenden Zustands, in dem auch die Kinder und Kindeskinder der Geflohenen als Flüchtlinge gelten. Flüchtlinge, deren Hoffnung im „Recht auf Rückkehr“ in ein Land bestehen soll, das sie noch nie betreten haben.
Die pseudo-humanistische Forderung nach diesem „Rückkehrrecht“ entpuppt sich als Strategie zur Zerstörung des jüdischen Staates, und genau diese Strategie begreift die AgFN als ihr Projekt: Arabische Masseneinwanderung soll die Juden zu einer Minderheit im eigenen Lande machen.Hintertrieben wird damit der Status Israels als Heimstatt der vom Antisemitismus Bedrohten.
Die Stadt Göttingen ist gefordert, sich klar gegen jeden Judenhass zu stellen – auch gegen solchen, der sich heute in politisch korrektem Duktus als „Israelkritik“ präsentiert und auf Humanismus macht. Tatsächlich steht diese modernisierte Variante dem klassischen Antisemitismus in Perfidie und Ranküne kaum nach.
Projekte wie der AgFN verdienen keine Unterstützung, weder politisch noch finanziell. In einem gesellschaftlichen Klima, in dem Gewalt und Hetze gegen Juden zunimmt, gilt es einzuschreiten. Unter dem Label der Integrationspolitik Veranstaltungen zu finanzieren, bei denen zum Hass angestachelt wird, ist ein fatales Signal und darf nicht weiter geschehen, wenn sich die antisemitischen Gewalttaten des Sommers nicht wiederholen sollen.