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Archiv für April 2009

Durban II

Ausgerechnet am Wochenende um den 20. April treffen sich in Genf die Staaten des UN-Menschenrechtsrates zur zweiten offiziellen UN-Antirassismuskonferenz. Während der Vorläufer-Konferenz in Durban 2001, bestand die antirassistische Arbeit islamistischer Regimes darin, Israel als Apartheids-Staat zu dämonisieren und Rassismus als Phänomen nahezu ausschließlich auf den israelischen Umgang mit den Palästinensernrn herunterzubrechen. In den Schatten gestellt wurden diese Versuche nur von dem gleichzeitig stattfindenden NGO-Forum, auf dem Antisemitismus in jeder erdenklichen Form vertreten war.
Nun geben sich islamistische und sonstige autoritäre Regimes unter dem Vorsitz von Saudi-Arabien, dem Iran, Kuba und Libyen erneut ein Stelldichein. Erklärtes Ziel der diesjährigen Konferenz ist zum einen wieder einmal die Aufarbeitung all jener Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Israel in der Vorstellung (nicht nur) deutscher friedensfreudiger Linker beständig begehe; zum anderen ist es die Abschaffung der Redefreiheit, sofern sie sich gegen die „Würde“ von Religion(en) und Kultur(en) richte.
Der Einfluss von Entscheidungen des UN-Menschenrechtsrates geht – angesichts solcher Zustände: erfreulicherweise – gegen Null. Wichtige Mitglieder der UN, wie die USA, Israel und Kanada, haben bereits ihren Boykott angekündigt und selbst der EU scheinen einige der Forderungen des im Dezember vorgestellten Positionspapiers so unerträglich, dass sie einen Boykott erwägt.

Für weitere Informationen zur Durban Boycott Kampange und zu den Vorfällen während der ersten Durban Konferenz:

boycottdurban2.wordpress.com

unwatch.org